(zc) „Wozu braucht man eigentlich Mathe?“ Diese Frage stellt sich wohl jeder Schüler mindestens einmal in seiner Schullaufbahn. Dass man Mathematik im Alltag tatsächlich braucht, konnten die Schüler der Klassen 9a und 9b dank dem Team rund um Herrn Johannes Seelus vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Abensberg eindrucksvoll erleben. 

Nach einem kurzen Überblick über die Aufgaben und die Geschichte des Vermessungsamtes stellte Herr Seelus den Schüler ihre Aufgabe vor: Sie sollten mit Hilfe ihrer erworbenen Mathekenntnisse zum Thema „Abbildung durch zentrische Streckung (Strahlensatz)“ die Höhe des Strommastens auf dem Feld hinter der Realschule messen. Zunächst erarbeiteten die Schüler gemeinsam eine Formel zur Berechnung der Höhe, bevor es dann in zwei Gruppen in die Praxis ging. Bewaffnet mit Maßband, Fluchtstab und Senkel machte sich die erste Gruppe daran, die Entfernung vom Ausgangspunkt bis zur Mitte des Strommastens zu ermitteln. Dabei hatten die Schüler mit den gleichen Gegebenheit zu kämpfen, die die Mitarbeiter des Katasteramtes oftmals vorfinden: unwegsames Gelände, sengende Hitze, Mücken etc. Doch diese Umstände konnten dem Tatendrang der Schüler keinen Abbruch tun, ging es doch nicht nur um die Ehre, den genauesten Wert zu ermitteln, sondern auch noch um einen Preis für den Gruppensieger. Währenddessen arbeitete die zweite Gruppe hochkonzentriert mit einem sogenannten Jakobsstab, der früher als Hilfsmittel für Vermessungen benutzt wurde. Nachdem die einzelnen Ergebnisse zu einem Gruppenergebnis zusammengefasst und vorgestellt wurde, überprüften Herr Seelus und seine Mitarbeiter die exakte Höhe mit Hilfe eines Tachymeters, die tatsächlich nur geringfügig von dem ermittelten Wert der Schüler abwich. Nach einem großen Lob vom Vermessungsamt für die exakte Arbeit erhielt der Gruppensieger noch eine Wanderkarte von Mainburg, die am nächsten Wandertag zum Einsatz kommen wird. Und am Ende des Tages stand fest: Mathe kann man im Alltag sehr wohl gebrauchen und macht sogar Spaß!!!